Willkommen auf foto-grafiertes

Hobbyfotografie

Seit mehreren Jahren ist das Fotografieren, neben Radfahren durch Stadt und Land, zu meinem größten Hobby geworden. Mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten, wie und was man alles fotografieren kann, ist eine bunte Mischung entstanden. Die Ergebnisse sind entsprechend umfangreich und kaum zu händeln.

Was also macht man damit? Kalender und Fotobücher sind die Klassiker und erreichen nur wenige. Außerdem sind diese meist recht teuer.

Dieser Auszug meiner fotografischen Aktivitäten bildet ein Teil der experimentellen Vielfalt meines Hobbys ab, welches mich seit dem Jahr 2007 immer wieder mit neuen Ansätzen fesselt.

Seit etwa 2018 keimte die Idee etwas Kreatives zu machen und so schaffte mir dafür neben diversen Kameras und Objektiven, auch jede Menge technisches Zubehör an.
Der größte Reiz in dieser Art zu fotografieren ist der, dass man viel zu Hause, also drinnen davon umsetzen kann und von Witterungseinflüssen unabhängig ist.

Bei all den Varianten der Fotografie habe ich bisher keine Favoriten festmachen und somit auch keine Perfektion entwickeln können. Da jedoch der Spaß im Vordergrund steht, stellt die Auswahl Momentaufnahmen meiner Launen dar.

Warum ich für den Titel und den gesamten Innenteil Attribute wie fotografiertes verwende, weiß ich nicht genau. Vielleicht einfach nur, damit es auffällt und zum Hereinschauen animiert. 

Viel Spaß

Frank Gaedecke

 

Granatiges und Samendes

Der Granatapfel hat mich ganz besonders inspiriert, weil er recht exotisch, so kräftige Farben und so viele Details hat.

Deshalb beginne ich einleitend mit dieser Frucht.

Hier kam die Makro- und die Mikrofotografie, sowie das Focusstacking zum Einsatz, sodass der Apfel als Ganzes, bis hin zur mikroskopischen Oberfläche eines einzelnen Kerns abgebildet wird. So kann man sogar bereits die einzelnen Zellen erkennen.

Das erste Bild zeigt ein Granatapfelkern, welcher in einem Bett von Mohnsamen platziert wurde. Die Mohnsamen besitzen eine sehr strukturierte Oberfläche, welche mit dem bloßen Auge kaum sichtbar ist, was die Komposition irgendwie noch interessanter macht.

Am Schluss der Bildsequenz entstand mithilfe des Fotobearbeitungs-programms COLOR projects 6 von Franzis eine kunstvolle Aura um das Motiv.

Hardware für das Focusstacking:  Raynox DCR 150 tube lens von WeMacro

Software: Helicon Focus

Detailliertes und Farbenreiches

Hier kam ebenfalls die Makro- und die Mikrofotografie zum Einsatz, sodass mikroskopische Details sichtbar werden. Man kann sehr gut die klebrigen Härchen an den Griffelästen und die Pollen an einer Hibiskusblüte erkennen. Gut zu erkennen sind bei den Pfefferminzblättern die Öltröpfchen und Härchen. Sogar die einzelnen Zellen sind sichtbar.

Wirkungsvoll sind auch die Farben, besonders bei den Bildern von Herbslaub.

Wie schon bei dem Motiv mit dem Granatapfel, nutze ich hier für mehr Schärfentiefe das Fokusstacking, wobei mehrere Fotos mit einem minimal verschobenen Abstand zum Objekt fotografiert werden und danach mit dem Stackingprogramm Helicon Focus zusammengesetzt werden.

Hardware für das Focusstacking:  Raynox DCR 150 tube lens von WeMacro

Software: Helicon Focus

Lausiges und Krabbelndes

Ein kleiner Einblick in den Mikrokosmos der Insektenwelt. Der Versuch, kleine Lebewesen mit Focusstacking ganz groß zu machen ist nicht ganz einfach, vor allem wenn sich die Tierchen bewegen.

Blattläuse, Wanzen und Spinnmilben sind keine Fluchttiere, sodass man diese recht gut auch zu Hause fotografieren kann. 

Für die mikroskopischen Aufnahmen sind oft mehr als 50 Aufnahmen erforderlich, was für die Belichtung, Ausrichtung und Fixierung des Motivs eine größere Herausforderung darstellt. Kleinste Verwacklungen zerstören schnell die Bildsequenz.

Am Schluss der Bildsequenz entstand mithilfe des Fotobearbeitungs-programms COLOR projects 6 von Franzis eine kunstvolle Aura über das Motiv.

Hardware für das Focusstacking:  Raynox DCR 150 tube lens von WeMacro

Software: Helicon Focus

Schimmliges und Kristallines

Weitere Eindrücke in der fast unsichtbaren Welt der Feinheiten.

Schimmel im Haushalt sollte eigentlich nicht sein, aber es passiert recht schnell, dass sich dieser entwickelt. Interessant sind auf alle Fälle die unterschiedlichen filigranen Strukturen und Farben.

Besonders fasziniert hat mich der weiße Brotschimmel, mit seinen unzähligen Verästelungen.

Zucker ist in jedem Haushalt vorhanden, aber nur selten schaut man sich diesen genauer an. Vergrößert wirkt er wie Kandiszucker und jedes Kristall hat eine ähnliche Form, jedoch eine andere Größe

Auch diese Motive lassen sich recht gut zu Hause fotografieren, da diese in der Regel nicht die Eigenschaft besitzen, sich schnell zu bewegen oder wegzulaufen.

Die Aufnahmetechnik besteht im Wesentlichen wie die für die vorherigen Motive.

Tropfendes und Platzendes

In diesem Abschnitt habe ich fallende Wassertropfen fotografiert (Tropfen-Fotografie). Diese sind von Natur aus recht klein, schnell und deshalb schwer einzufangen…

Aller Anfang war schwer und so verliefen ersten Versuche eher ernüchternd.

Deshalb kommt hier die Highspeedfotografie (Chronofotografie) zum Einsatz. Das Fotografieren von mehreren aufeinander fallenden Wassertropfen geht nicht ohne Hilfsmittel. Um ein genaues Timing der herabfallenden Tropfen zu ermöglichen, kam für Aufbau kam ein Set aus Droptimer und Tropfenspender von eltima zum Einsatz. 

Es ergeben sich eine Reihe an Möglichkeiten, die fallenden Wassertropfen zu fotografieren. Die größte Herausforderung war, drei hintereinander fallende Wassertropfen so einzufangen, dass diese eine kleine Wassersäule bildeten und sich darauf Schirmchen entstanden. 

Eine weitere Idee war, diese vorherige in einer Seifenblase einzufangen, ohne dass diese gleich platzt. Die Spiegelung stellte eine zusätzliche Herausforderung dar.

Hardware: Droptimer und Tropfenspender von eltima

Vielfach Spiegelndes

Das Fotografieren von Spiegelungen bietet sehr viele Möglichkeiten, welche verschiedene Ansätze ermöglichen. Spiegelungen gibt es drinnen und draußen, welche uns täglich begegnen. 

In dem vorigen Block habe ich schon Spiegelungen von Wassertropfenskulpturen abgebildet. In diesem Block zeige ich endlose Spiegelungen, sowie 2- und 4-fache Spiegelungen.

Für die Endlosfotografie stehen sich zwei Spiegel gegenüber, und man fotografiert von hinten durch einen der Spiegel hindurch. Wobei dieser ein Loch zum Durchfotografieren enthält. Da die Schärfentiefe sich nicht durchgängig halten lässt, wurde Ebenenweise fotografiert und die so entstandenen Bilder später zusammengesetzt. Natürlich war auch das Loch für die Kamera auf jeder Bildebene zu sehen und musste nachträglich entfernt werden. 

Bei den Spiegelungen auf schwarzem Untergrund war es immer eine Herausforderung, diesen staubfrei zu halten. Und was beim Fotografieren mit Spiegelungen immer schwierig ist, ist der Umstand, dass sich die Kamera oder andere Objekte mitspiegeln.

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